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Start MOTO GUZZI 1000S

Produktionszahlen

Die 1000S war kein großer Erfolg, als Retro Modell war sie zu weit ihrer Zeit voraus. Erst mehrere Jahren, nachdem sie eingestellt wurde, gab es mehr Nachfrage nach solchen Modellen. Von Ende 1989 bis 1993 sind nur 1250 produziert. Die Fahrgestellnummern liefen von VV50000-VV51190 und VV60000-VV60058 (Quelle: 80 Jahre Moto Guzzi von Mario Colombo). Nach dieser Serie von Fahrgestellnummern scheint die Gesamtzahl von 1250 zu stimmen, aber in die 'Moto Guzzi LeMans Sport & Bibel' von Ian Faloon wird eine Zahl von 1360 genannt. Dies scheint besser zu stimmen, weil in den USA andere Fahrgestellnummern ausgeliefert sind, die nicht in der der Fachlektüre vorkommen und sonst nirgendwo zurück zu finden. Nach dem Buch von Ian Faloon, sind die folgenden Zahlen pro Jahr produziert: 1989(155X), 1990(524x), 1991(401x), 1992(196x), 1993(84x). Faloon schreibt aber auch das in die USA weniger als 200 Stück verkauft sind. Wann man dann 180 Stück nimmt, dann wird es insgesamt 1250+180=1430. Es wird wahrscheinlich immer ein Rätsel bleiben...

In den Niederlanden waren im 1995 nur 11 registriert, über die folgenden Jahre verteilt: 1990(2) 1991(4) 1992(2) 1993(3). (Quelle: Moto Guzzi Koerier 10-1995). Aufgrund von Importen ist diese Zahl leicht angestiegen, im 2012 waren es 16. Im 2019 stieg diese Zahl auf 18.


Besonderheiten

Die 40mm Gabel sind fast baugleich mit der letzten LeMans 1000(V) Serie mit verstellbaren Bitubo Dämpfer. Es gibt drei Unterschiede:

- Der 1000S hat keinen Gabelstabilisator wie auf den Le Mans. Die Befestigungsaugen oben an den Tachrohre fehlen daher.

- Die Standrohre des 1000S sind 3 cm kürzer. Bei den Le Mans ragen sie ca. 3 cm über die Gabelbrücke (weil beim letzten Le Mans 1000 bisher ein 16-Zoll Vorderrad anstelle eines 18-Zoll montiert war)

- Die 1000S Tauchrohre sind poliert statt Lackiert.

Die vorderen und hinteren Kotflügel werden nur in diesem Modell benutzt, wie auch der Tank und die Sitzbank. Der Tank sieht in der Form aus wie eine Kopie des Le Mans-II Tank mit verschließbaren Tankdeckel. Dies ist nicht der Fall, weil er nicht einfach auf den Rahmen mit hohen Lenkkopf des 1000S paßt. Die Form der Seitendeckel auf dem Rahmen ist eine Kopie der Le Mans-I und II. Die Räder werden auch in der LeMans 1000 benutzt, ebenso wie die Fußrastenhalter, Stoßdämpfer und Schwinge. Die erste (Kunststoff) Armaturenbrett ähnelt dem 850T3, nur mit weißen Zifferblätter.

Zur Befestigung der Le Mans 850 Lampenverkleidung sind die Blinker niedriger montiert und die Scheinwerferhalter anders ausgeführt, was bei dieser 1000SE -ohne montierte Lampenverkleidung- zu sehen ist.



Versionen

Von den 1000S sind grob zwei Versionen erschienen, die auch als die erste und zweite Serie bekannt sind. Die Trennlinie ist hier nicht so klar, weil Moto Guzzi oft verwendete was im Lager vorhanden war. Die unterschiedlichen Zulassungsvoraussetzungen in verschiedenen Ländern wirkten sich auch auf die eingesetzten Komponenten aus. Die erste Serie hatte die Le Mans 1000 Motor mit 81PS. Die zweite Serie hatte zwei Motorversionen, der 81PS der ersten Serie und ein 71PS SPIII/California-III Motor, aber mit das Drehmoment besser verteilt. In die USA war die Bedüsung der Vergaser für die dort gültige Anforderungen angepasst, auch der Scheinwerfer und die Zifferblätter der Instrumente sind anders ausgeführt. Anfangs war der 1000S nur mit Gussrädern des Le Mans 1000 ausgestattet, da die Speichenräder nicht sofort lieferbar waren. Bald hatten sie die Wahl zwischen Guss- und Speichenrädern. Die Speichenräder haben eine zusätzliche Aussparung in den Tauchrohren und die Felgengrößen sind etwas schmaler (siehe technische Daten unten auf dieser Seite).


Die Bilder unten zeigen die auffallendsten Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Serie 1000S.

Die 1000S

Einführung des 1000S

Auf Wunsch des damaligen Deutschen Moto Guzzi Importeur, A & G Motorrad, ist die 1000S aufgelegt worden. Zuvor ist, in seinem Auftrag die Mille GT entstanden, die auch recht gut von A & G verkauft wurde. Auf der Mailänder Motor Show im November 1989, wurde die 1000S der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Retro Design mit das Erscheinungsbild der 750S3 von 1975 und die Technik der LeMans 1000 von 1990 als Basis.

Instrumentenhalter aus VA (klick für die USA Version mit blauen Zifferblättern)

Instrumentenhalter aus Kunststoff, identisch mit dem 850 T3, jedoch mit weißen Zifferblättern. Im Laufe des Jahres 1990 wurde dieses durch ein Instrumentenhalter aus VA ersetzt.

Erste Serie 1000S

Zweite Serie 1000S

 Dell'Orto PHM 40 (40mm Durchlass)

Dell'Orto PHF 36 (36mm Durchlass)

-Schalldämpfer von die LeMans 1000 (Lafranconi S281).

-Spitzes Ende auf dem Sitzbank.

-Schalldämpfer von die Mille GT (S29).

-Flachere sitzbank.

dashboard_usa.JPG

750-S3 aus 1975, dieses Modell stand für das Erscheinungsbild des 1000S

Le Mans 1000 aus 1990, die technische Basis des 1000S

Die 1000S wurde in drei Farben geliefert:

- Schwarz mit orangen und weißen Streifen.

- Schwarz mit grünen und weißen Streifen, einschließlich grünem Rahmen und Schwinge.

- Komplett rot, ebenfalls mit einem Le Mans 850 Verkleidung. Diese Version wurde auf Wunsch des Englischen Importeurs in England herausgebracht und erhielt den Namen 1000SE.

1000SE mit Speichenrädern, Le Mans 850 Verkleidung und komplett rot

1000S Orange mit Gussrädern