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Start MOTO GUZZI 1000S

Meine 1000S

Suche nach einer GuzziBMW R100RS (klick to zoom)

Nach mehreren 2-Ventil-Boxer von BMW war ich im 1999 dieser Marke ein bisschen müde, das letzte Modell, das ich hatte war ein R100RS von 1982. Ich wollte schon länger eine Guzzi haben und die Suche konnte beginnen. Der BMW hatte (auf Papier...) 70PS, und ich wollte kein Schritt zurück machen mit die Leistung. Der Sport1100 und Daytona fand ich schön, aber mir zu sportlich. Die LeMans 1000 gefiel mir von der Leistung, aber nicht das Modell. Jetzt blieb nur die Mille GT übrig, die war mir bei der Einführung schon positiv aufgefallen, leider wurde bei die GT nicht die leistungsstärkere LeMans Motor benutzt. Die Lösung kam nach einem Besuch bei einem Guzzi-Händler, da stand zufällig eine 1000S im Verkauf. Ein schöne, klassisch aussehende Maschine mit einem Motor von der LeMans 1000 und in Design noch schöner als die Mille GT. Ich kannte diese Maschine damals noch nicht aus der niederländischen Motorrad Zeitschriften, weil sie noch nie etwas über dieses Modell geschrieben hatten.


Gefunden

Leider.....der Preis für diese Maschine war sehr hoch. Nach längere Zeit doch beschloss ich diese Maschine zu kaufen, die 1000S wird in die Niederlände schließlich nur selten angeboten. Das Bild zeigt, wie die 1000S aussah beim Kauf. Der Vorbesitzer hatte niedrigere Auspuffe montiert für die Montage von Koffern und die Fußrastenträger silber lackiert. Der BMW wurde noch nicht gleich verkauft, darüber später mehr. Beim genauer angucken meinen Neuerwerbung kam raus das die Wartung nicht immer, oder schlecht ausgeführt war. Obschon die Motor beim verkaufenden Händler immer im Wartung war....wurde gesagt beim verkauf. Nachher kam raus das diesen Motor niemals für Wartung bei diesen Dealer gewesen war, das hat mir der vorherige Eigner gesagt. In die Ölwanne war noch die alte schwarze Öl- und Filter. Die versprochene Pflege bei Ablieferung schien also auch nicht stattgefunden zu haben, aber es war leider noch viel mehr los. Nicht viel später, während meiner ersten Reise ins Ausland war der Motor ausgegangen. Die Sicherung der Silent-Hektik Zündung war durchgebrannt, das ist eine Sicherung im Größe einer kleinen Reiskorn. Das habe ich mit etwas Silberpapier überbrückt, und so ging es mühsam weiter nach Hause. Aber der Pechteufel hatte mehr im Aussicht, das Getriebe hatte auch genug und begann zu knacken und klappern. Vorsichtig weiter nach Hause gefahren und möglichst wenig geschaltet. Das war der Beginn der Überarbeitung des gesamten Motor, ich hatte jetzt genug davon. Und dann war der BMW wieder nützlich, weil ich kein Auto habe. Das Vertrauen in die Guzzi war in kurzer Zeit tief gesunken.


Die Revision

Getriebe

Für das Getriebe habe ich entschieden, es nicht selber zu revidieren, es gab schon genug Arbeit, und es ist auch nicht mein 'Hobby'. Alle Lager, Schaltgabeln und verschiedene spezielle Teile würden ersetzt. Die Hauptursache war ein lose Mutter, weil die Sicherung verrostet war... Nach der Instandsetzung lief aber alles Öl zum Endantrieb, weil auf die Antriebswelle eine O-Ring falsch montiert wurde durch den Händler. Es gab fast kein Öl mehr im Getriebe und das so kurz nach einer Überholung! Das der Endantrieb ein wenig Öl verlor, hatte ich Schuld gegeben an eine undichte Dichtung, aber er war zum Bersten voll mit Öl aus dem Getriebe gefüllt werden. Dann habe ich die O-Ring selber ersetzt und die fehlende Ringe aus Stahl in die richtige Reihenfolge gebracht. Es ist nur ein kleiner Fehler, aber es könnte weit reichende Folgen haben.


Endantrieb

Der leckte Öl, verursacht durch die oben genannten Geschichte. Aber da war noch mehr los, vom Ritzel waren Stücke von den Zähnen gebrochen. Das ist das einzige was ich beim verkaufende Händler im Rahmen der Gewährleistung reparieren lassen hab, ihm traute ich nicht mehr. Leider ging das auch nicht gut, der neue Zahnpaar (Ritzel und Tellerrad) wurde mit zu engen Toleranzen eingestellt. Auch hier mußte ich wieder selbst an die Arbeit. Dies ist aber eine präzise Arbeit, weil die Zähne genau an der richtige stelle Angreifen müssen. Mit Unterlegscheiben für das Tellerrad und Ritzel ist das einzustellen. Bei jedem Änderung sollte die Einheit wieder verschraubt werden und mit spezielle Paste auf den Zähnen wird dann den Zahnabdrück beurteilt. Lippenstift war dafür eine gute Alternative :-) Nach 60.000km hab ich ihn mal kontrolliert, die Zähne sahen zum Glück noch gut aus.


Motorblock

Da war auch das nötig:

-Nockenwelle verschlissen und Stößeltaschen mit Pitting. Ersetzt durch einen Nockenwelle mit mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen.

- Ein Pleuel war warm gelaufen auf die Kurbelwelle. Die Kurbelwelle auf der ersten Untermaß geschliffen und die blau angelaufen Pleuel sicherheitshalber ersetzt.

- Zylinderköpfe überholt, neue Ventilführungen, Kipphebelwellen und Auslassventile ersetzt.

- Neue Kolbenringe montiert.

- Nockenwellenkette präventiv ersetzt und der originale Spanner durch ein Stucchi Kettenspanner ersetzt. Die originale Spanner ist ziemlich schwach und ließ die Kette unnötig Schlagen.


Weil damals der Motor und das Getriebe doch auseinander lagen und die Farbe nicht mehr so gut war, hab ich alles Glasperlen lassen. Die älteren Blöcke hatten ab Guzzi-Werk schon keine Farbe auf das Aluminium. Die Kupplungsscheiben wurden präventiv ersetzt, ich wollte  nicht bald wieder Arbeit haben. Das schweren Schwungrad hab ich abgedreht und der Anlasser Kranz mit extra Löcher versehen. Das Ergebnis ist ein Motor der schneller im Drehzahl steigt, der das Schalten auch flexibler macht, weil das Drehzahl auch schneller wieder abfällt.

Beim Kauf hatte der Motor schon zwei Kerzenstecker pro Zylinder, aber der Rücklauf der Öl vom Kurbelgehäuseentlüftung auf dem Zylinder war nicht mehr vorhanden. Da saß nun die Ölleitung im weg, die einen anderen Platz brauchte wegen der zusätzliche Kerze. Für die Rücklaufleitung habe ich das System der früheren Motoren angewendet. Das ist die kleine Leitung die hinter dem Schwungrad zurück in die Ölwanne läuft. (siehe Foto rechts bei der Anlasser Aussparung).


Neben der Überarbeitung des gesamten Antrieb sind noch einige Dinge angepasst an das Aussehen, wie die Sitzbank, Blinker und Auspuffsystem.





Sonstige Anpassungen

Sitzbank

Die oben abgebildete Sitzbank war noch immer enttäuschend, die neue Füllung war noch weicher als das was vorher drin war und erschien auch gut Wasser aufzunehmen…also mal wieder Überziehen lassen, aber noch immer nicht optimal. Die Lösung war ein Sitzbank von Corbin. Für die 1000S war nichts zu bekommen, aber die Ausführung bestimmt für die LeMans 850 kann auf dem Rahmen angepasst worden. Das war schon eine gute Verbesserung, vor allem weil der Sitz breiter ist als beim Original. Der einzige Nachteil ist, dass die Corbin relativ hart ist, auf lange Touren ist das aber besser dann ein weicher Füllung.


Auspuffsystem

Von Keihan hab ich ein komplettes VA Auspuffsystem gekauft mit ‘dickeren’ Auspuffkrümmer (Bild hier oben). Dieser Krümmer sind von ausen gleich dick wie Original (42mm), aber nicht doppelwandig und haben auch kein verengung an den Querrohr Verbindung. Die Qualität ist gut und Keihan gibt 10 Jahre Garantie. Dieses System ist eine Kopie der Le Mans III Auspuff, aber vielleicht noch leiser als das Original. Schließlich hab ich den originalen 1000S Auspuffdämpfer montiert unter Beibehaltung der Keihan Auspuffkrümmer und Interferenzrohr.  


Verschiedenes

-Kunststoff Instrumentenbrett ersetzt für die spätere VA  Ausführung, original Guzzi.

-Rücklicht ersetzt durch ein ovales Rücklicht mit kleinere Abmessungen.

-Neue Koni Stossdämpfer (die waren damals noch als Koni zu bekommen, jetzt hat Ikon die Produktion übernommen).

-Der Turm auf der Vergaser wurde ersetzt mit einem flachen Deckel. Ein ‘Tommaselli Daytona 2C’ Gassgriff bedient jetzt die Vergaser mit zwei direkten Gasszüge, mit als Resultat ein leichteren Gasbedienung. Die schöne, aber fragile, Umlenkung für die Gasszüge oben auf de Vergaser von Moto Spezial hab ich auch benutzt. Die dünnen VA-Züge halten aber relativ kurz und sind unterwegs nicht zu bekommen.

-K&N Filtern direkt auf der Vergasern.

-Faltenbälge auf der Gabel zum Schutz der Standrohre und Dichtringe passen auch gut zu so einer Klassische Machine.

-Verschiedene Teilen Kunststoff beschichtet, nur nicht der Rahemn, der noch akzeptabel war.

-Kofferträger und Gepäckträger für die Urlaub, aber die sind eigentlich immer drauf.

-Runde Spiegel.

-Selbstbau Verkleidungsscheibe aus undurchsichtigen Kunststoff.

-Verstellbarer Lenkerhelften von Verlicchi zum Verbesserung der Sitzhaltung.


On holiday and dirty in 2005

Leider hab ich kein gutes Bild, ohne Gepäck, aus dieser Zeit (2005).


Einbau Sport 1100 Motor

In 2005 hab ich in Belgien ein Moto Guzzi Sport 1100 aus 1995 gekauft mit Sturzschaden an der Verkleidung und die Auspuff. Nicht wirklich ein schönes Teil, aber für den Kennzeichen Prüfung alles wieder in Ordnung gebracht. Das Plan war ein ‘naked’ Motor Umbau, aber das ging doch ganz anders. Da war zuviel Arbeit und Kosten, um das ganze nach meinen Plan zu bekommen. So wurde die Maschine verschrottet nachdem ich vielleicht nur 120km damit gefahren hatte....schade um die Kennzeichen Prüfung. Das Verschrotten wurde besonders gemacht weil das Motorblock bestimmt war in die 1000S zu benutzen, folglich war wieder genug Arbeit für die Transplantation. Beschreibung wird folgen.....

Bereit für das Abwracken...


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Kurz nach der Revision in 2002